Co-Polymer-PP-Granulate: Aktueller Marktintelligenzbericht
I. Preisentwicklung
- Aktuelle Preisschwankungen: Seit März 2026 weist der Marktpreis für Co-Polymer-PP-Granulate ein volatiles Muster auf. So lagen beispielsweise die Preise in der Region Ostchina Anfang März zwischen 7.800 und 8.000 RMB pro Tonne; Mitte März sanken sie in einigen Märkten auf 7.600–7.800 RMB pro Tonne.
- Veränderung der Preisspanne: Die Preisspanne zwischen niedrigschmelzendem Co-Polymer-PP und fasergradigem („gerissenen“) PP hat sich kürzlich vergrößert – von etwa 100–200 RMB pro Tonne Anfang März auf 200–300 RMB pro Tonne Mitte März – was auf eine relativ angespannte Versorgungslage für Co-Polymer-PP hinweist.
II. Angebotsseitige Dynamik
- Anlagenwartung und Kapazitätserweiterung:
- Zu Beginn des Jahres 2026 fanden konzentrierte Wartungsabschaltungen bei Anlagen der Zhongjing Petrochemical, der Jinen Technology und der Juzhengyuan statt, was zu einer vorübergehenden Einschränkung des Angebots führte.
- Hinsichtlich neuer Kapazitäten sollen im Jahr 2026 zusätzliche 5,55 Millionen Tonnen PP-Kapazität in Betrieb genommen werden; einige Anlagen (z. B. Sinopec Zhongke Raffinerie & Chemie, Baolai Petrochemical) haben bereits den Betrieb aufgenommen. Der Anteil speziell für Co-Polymer-PP ausgelegter Sorten bleibt jedoch begrenzt, wobei hochwertige Spezifikationen nach wie vor stark auf Importe angewiesen sind.
- Produktionszuweisung: Die jüngsten Produktionsanteile für Co-Polymer-PP waren vergleichsweise gering. Einige Hersteller reduzierten die Produktion von Co-Polymer-Sorten aufgrund von Rohstoffversorgungsengpässen oder Anlagenumstellungsproblemen, was die Angebotsknappheit weiter verschärfte.
III. Nachfrageseitige Dynamik
- Auslastung der nachgelagerten Industrie:
- Die Auslastungsraten im Spritzgusssektor erholen sich allmählich, liegen jedoch insgesamt aufgrund der saisonalen Nachfrageschwäche nach dem „Goldenen September und Silbernen Oktober“ immer noch unter dem Vorjahresniveau.
- Die sektorale Nachfrage entwickelt sich divergierend: Die Automobilindustrie profitiert vom robusten Wachstum der Elektrofahrzeuge (NEV), was die Nachfrage nach Hochleistungs-PP steigert; die Nachfrage aus dem traditionellen Verbrennungsmotor-(ICE-)Fahrzeugsektor bleibt jedoch verhalten. Gleichzeitig wird die Verpackungsnachfrage durch das Wachstum des E-Commerce und der Lebensmittellieferdienste gestützt, was einen erhöhten Bedarf an dünnwandigen Spritzgussteilen und transparenten Sorten mit sich bringt.
- Aufträge und Lagerbestände:
- BOPP-Hersteller verfügen über umfangreiche Auftragsbestände, während Hersteller von Kunststoff-Gewebesäcken – die mit äußerst knappen Margen arbeiten – sich gegen hohe Materialpreise wehren und zunehmend Pulverrohstoffe anstelle von Granulat verwenden, wodurch die Nachfrage nach Co-Polymer-PP gedämpft wird.
- Die Lagerbestände petrochemischer Unternehmen stiegen gegenüber dem Vormonat an, was darauf hindeutet, dass die nachgelagerten Akteure ihre Nachbestellungen abgeschlossen haben und nun in eine Phase der Lagerabnahme eingetreten sind, was die kurzfristige Nachfrageunterstützung schwächt.
IV. Kosten und Rentabilität
- Rohstoffkosten: Geopolitische Spannungen haben die Preise für Rohöl und Propan in die Höhe getrieben, was die Produktionskosten für PDH-(Propan-Dehydrogenierung-)Routen-PP erhöht und somit eine Preisuntergrenze für Co-Polymer-PP bildet.
- Branchenrentabilität: Das Überangebot an Standard-PP-Sorten hat zu branchenweiten Verlusten geführt; hochwertige Spezialsorten – darunter Metallocen-PP und hochschlagzähe Copolymere – weisen jedoch aufgrund ihrer hohen Importabhängigkeit relativ stabile Margen auf.
Analyse & Bewertung
1. Kurzfristiges Angebot-Nachfrage-Ungleichgewicht:
- Auf der Angebotsseite halten Anlagenwartungen und die schrittweise Inbetriebnahme neuer Kapazitäten die angespannte Versorgungslage für Co-Polymer-PP kurzfristig aufrecht; langsam erfolgende Inbetriebnahmen neuer Kapazitäten werden diese Engpässe jedoch sukzessive mildern.
- Auf der Nachfrageseite kann das Wachstum im Automobil- und Verpackungssektor die Schwäche im Kunststoff-Gewebesack- und anderen Segmenten nicht vollständig kompensieren. Das gesamte Nachfragewachstum wird voraussichtlich hinter dem Angebotszuwachs zurückbleiben.
2. Wesentliche Preisfaktoren:
- Kostenfaktor: Schwankungen der Rohöl- und Propanpreise beeinflussen weiterhin die Kostenstruktur von PP; eine Entspannung der geopolitischen Risiken könnte jedoch die kostenbasierte Preisstützung abschwächen.
- Politikfaktor: Nationale regulatorische Maßnahmen zur „Bekämpfung von ruinösem Wettbewerb“ – darunter Vereinbarungen zur Selbstkontrolle der Preise und Bewertungen der Kapazitätsauslastung – sollen preistreibende Dumpingpraktiken eindämmen und den Branchenumbau hin zu qualitativ hochwertiger, wertschöpfender Entwicklung beschleunigen – was die Preise für Premium-Co-Polymer-PP stützt.
3. Marktsentiment:
- Eine Kombination aus Handlerrückhaltung beim Verkauf („Hamstermentalität“) und Widerstand der nachgelagerten Verbraucher gegen überhöhte Preise prägt derzeit eine vorsichtige, abwartende Marktstimmung mit begrenzter Preisvolatilität.
Prognose
1. Preisentwicklung:
- Kurzfristig (1–2 Monate): Die Preise für Co-Polymer-PP werden voraussichtlich seitwärts in einem Bereich von 7.500–7.800 RMB pro Tonne notieren, wobei die Preisspanne gegenüber der gerissenen Sorte bei 200–300 RMB pro Tonne verharren wird.
- Mittelfristig (3–6 Monate): Die Preise könnten unter Druck geraten, sobald neue Kapazitäten in Betrieb gehen und die saisonale Nachfrage nachlässt; hochwertige Sorten dürften jedoch nur begrenzt nachgeben, da die Nachfrage nach Importsubstitution weiterhin stark ist.
2. Angebot-Nachfrage-Struktur:
- Angebotsseite: Die gesamte PP-Kapazität Chinas wird 2026 voraussichtlich 54,595 Millionen Tonnen erreichen und damit ein generelles Überschussangebot festigen. Strukturelle Engpässe bestehen jedoch weiterhin bei hochwertigen Co-Polymer-Sorten.
- Nachfrageseite: Der Automobil- und Verpackungssektor bleiben die wichtigsten Wachstumstreiber; das Gesamtnachfragewachstum wird jedoch lediglich auf 5–8 % prognostiziert und bleibt damit hinter dem Angebotszuwachs zurück.
3. Branchentrends:
- Unter politischer Leitung beschleunigt die Branche ihren Übergang zu hochwertigen, differenzierten Produkten. Insbesondere für Metallocen-PP, PV-(Photovoltaik-)Grad-PP sowie PP für Lithium-Ionen-Batterieseparator besitzen Importsubstitutionsmöglichkeiten vielversprechendes Potenzial.
- Richtlinien zum Kreislaufwirtschaftskonzept fördern den Aufbau von Recycling-Systemen für Alt-PP. Das Recyclingsvolumen für Alt-PP wird 2026 voraussichtlich 1,8 Millionen Tonnen erreichen, wobei die Recyclingquote auf 35 % steigen soll, wodurch das Angebot an Primär-PP ergänzt wird.
Guidechem assumes no responsibility or liability for any errors or omissions in the content of this site. The information contained in this site is provided on an “as is” basis with no guarantees of completeness, accuracy, usefulness, fitness for purpose or timeliness.