D30-Rohstoff-Marktintelligenzbericht (18. März 2026)
I. Aktuelle Preistrends
1. Preisbandbreite
- 13. März 2026: Der durchschnittliche D30-Preis lag bei 9.000 RMB/Tonne und stieg um 8,66 % gegenüber der Vorwoche.
- 10. März 2026: Der Marktpreis für D30 in der Provinz Hubei betrug 8.950 RMB/Tonne; Der Preis in der Provinz Shandong wurde nicht aktualisiert, obwohl der vorherige Referenzpreis (aus April 2024) bei 7.800 RMB/Tonne lag (lediglich als Orientierungshilfe).
- Woche vom 6. bis 13. März 2026: Der wöchentliche D30-Preisanstieg belief sich auf 800–1.200 RMB/Tonne, wobei die Steigerung in bestimmten Regionen über 14 % lag.
2. Regionale Preisspanne
- Die Preise in der Provinz Hubei liegen leicht über denen in Shandong, was auf Unterschiede bei den Logistikkosten sowie regionale Angebots-Nachfrage-Dynamiken zurückzuführen ist.
II. Analyse der treibenden Faktoren
1. Kostenbedingte Stützung
- Steigende Rohölpreise: Die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten haben das Risiko für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus erhöht. Am 11. März stiegen die WTI-Rohölfutures um 24,02 % gegenüber der Vorwoche, während Brent-Rohöl um 19,04 % zulegte – eine direkte Erhöhung der Rohstoffkosten für Raffinerien.
- Verknüpfung mit raffinierten Produkten: Die Preise für inländische raffinierte Kraftstoffe wurden am 9. März deutlich angehoben, was die Erwartungen an eine steigende Kostenbelastung entlang der gesamten petrochemischen Wertschöpfungskette verstärkte.
2. Angebotsengpass
- Rohstoffknappheit: Schlüsselrohstoffe wie Naphtha sind von Importunterbrechungen betroffen; einige Raffinerien haben ihre Anlagenlast aufgrund unzureichender Rohstoffverfügbarkeit reduziert, was zu einer geringeren D30-Produktion führt.
- Niedrige Lagerbestände: Die starke Nachfrage nach Wiederauffüllung durch nachgelagerte Abnehmer nach dem chinesischen Neujahrsfest hat die Raffinerielagerbestände rasch auf historisch niedrige Niveaus abgebaut; dies veranlasst einige Hersteller, Verkäufe einzuschränken, um ihre Margen zu sichern.
3. Nachfragebedingte Impulse
- Traditionelle Hochsaison: Die nachgelagerten Industrien befinden sich in der traditionellen „Goldenen März- und Silbernen April-Saison“, was eine stabile Grundnachfrage sicherstellt.
- Neue Anwendungsfelder: Eine rasch wachsende Nachfrage aus neuen Sektoren – darunter elektronische Reinigungsmittel und Verdünnungsmittel für Lithium-Ionen-Batterieelektrolyte – stellt einen wichtigen Wachstumstreiber dar.
- Händlerverhalten: Die weit verbreitete Einstellung „Kaufe bei steigenden Kursen, nicht bei fallenden“ dominiert; Händler lagern Vorräte ein, um zukünftige Preisanstiege zu nutzen, was die angebotenen Preise weiter nach oben treibt.
4. Politische und geopolitische Risiken
- Geopolitischer Konflikt: Die andauernden Spannungen im Nahen Osten halten die Sorge vor möglichen Unterbrechungen der Rohölversorgung aufrecht und stärken damit die kostenbedingte Unterstützung.
- Freigabe strategischer Reserven: Am 12. März kündigte die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe von 400 Millionen Barrel strategischer Erdölreserven an; diese Maßnahme dürfte jedoch die kurzfristige Rohstoffknappheit kaum lindern und führte lediglich zu vorübergehender Marktvolatilität, bevor sich die Preise wieder stabilisierten.
III. Marktstimmung und Handelsverhalten
1. Haltung der Vorstufe: Raffinerien erhöhen passiv ihre Preise unter wachsendem Kosten- und Druck; einige Hersteller beschränken die Liefermengen, um ihre Rentabilität zu bewahren.
2. Reaktion der Nachstufe:
- Anfangsphase: Panikartige Wiederauffüllung mit Akzeptanz überhöhter Preise durch Käufer.
- Spätere Phase: Mit weiter steigenden Preisen nahm die Widerstandshaltung zu, was zu einer Verschiebung hin zum Just-in-Time-Einkauf führte.
3. Strategie der Händler: Fortgesetzte Lagerhaltung und spekulative Vorratsbildung; in bestimmten Regionen tritt das Phänomen „Preis vorhanden, aber Ware nicht verfügbar“ auf.
IV. Ausblick
1. Kurzfristig (1–2 Wochen):
- Konsolidierung auf hohem Niveau: Da die geopolitischen Spannungen ungelöst bleiben, sind die Rohölpreise weiterhin anfällig für Aufwärtsbewegungen, was die kostenbedingte Stützung aufrechterhält; die Angebotsengpässe werden sich voraussichtlich nicht signifikant entspannen, während die Nachfrage der nachgelagerten Industrien in der Hochsaison weiterhin robust bleibt.
- Risikofaktoren: Eine Deeskalation der regionalen Spannungen oder eine beschleunigte Freigabe der IEA-Reserven könnten zu moderaten Preisberichtigungen führen.
2. Mittelfristig (1–3 Monate):
- Rationale Korrektur: Nach Erreichen historischer Höchststände könnten steigende Kostenbelastungen für die nachgelagerten Industrien zu einem vorsichtigeren Kaufverhalten und einem Rückgang der spekulativen Nachfrage führen.
- Entspannung des Angebots: Sollten sich die Importwege für Rohstoffe wieder normalisieren oder die Raffinerien ihre Anlagenlast erhöhen, könnte die aktuelle Angebotsknappheit allmählich nachlassen.
- Preisbandbreite: Für D30 wird ein Preisschwankungsbereich zwischen 8.500 und 9.200 RMB/Tonne prognostiziert, wobei der mittlere Wert dieses Bereichs leicht unter dem aktuellen Niveau liegen dürfte.
3. Langfristig (6+ Monate):
- Diversifizierung der Nachfrage: Die Nachfrage aus traditionellen Branchen bleibt stabil, während neue Anwendungsfelder – insbesondere im Bereich der neuen Energien – ihren Anteil an der Gesamtnachfrage erhöhen und so eine nachhaltige Aufwärtsverschiebung des langfristigen Preisniveaus unterstützen.
- Politische Auswirkungen: Staatliche Fördermaßnahmen für fortschrittliche Materialindustrien könnten das Anwendungsspektrum für D30 erweitern; strengere Umweltvorschriften könnten jedoch gleichzeitig einen Aufwärtsdruck auf die Produktionskosten ausüben.
V. Wichtige Referenzdaten
| Kenngröße | Wert (Stand: 13. März) | Veränderung zur Vorwoche |
|-------------------------------|------------------------|---------------------|
| Durchschnittlicher D30-Preis (RMB/Tonne) | 9.000 | +8,66 % |
| WTI-Rohölfutures (USD/Fass) | 87,25 | +24,02 % |
| Auslastungsgrad der Raffinerieanlagen | 65–70 % | –10 % |
| Lagerumschlagrate der Händler | 1,2-mal/Monat | –30 % |
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