China, die Vereinigten Staaten und Deutschland sind die führenden Exporteure von Diethylenglykol und machen zusammen über 50 % der weltweiten Exporte in den letzten Jahren aus; zu den wichtigsten Importeuren zählen Indien, Südkorea und Mexiko, wobei Indien kontinuierlich den ersten Platz als Zielmarkt einnimmt. Die Importe durch Indien und Südkorea sind seit 2022 stetig gestiegen, während die Preise für Diethylenglykol trotz einer moderaten Nachfragesteigerung bei der Herstellung von Polyesterharzen und Weichmachern relativ stabil geblieben sind.
DG-(Diethylenglykol-)Markt-Intelligence-Bericht – Aktuelle Rohstoffmarkt-Dynamiken
**Preistrends**
- **Kassapreise**: Stand 22. März 2026 blieben die heimischen DG-Kassapreise stabil im Bereich von 4.815–5.000 RMB pro Tonne. In der Provinz Shandong lagen die Angebotspreise sowohl für inländisch hergestelltes als auch für aus Saudi-Arabien importiertes DG bei 5.000 RMB/t, während der gängige Transaktionspreis auf dem Ostchinesischen Markt bei rund 4.815 RMB/t lag – ein Anstieg von ca. 13 % gegenüber Anfang März.
- **Futures & Basis**: Am 20. März zeigten die Basisquotierungen für den wichtigsten Ostchinesischen Hafen deutliche Schwankungen: Die Basis für den März-Vertrag bewegte sich zwischen –35 und –30 RMB/t, während die Basis für den April-Vertrag bei –90 bis –85 RMB/t lag. Dies spiegelt relativ starke kurzfristige Markterwartungen wider; gleichzeitig bestehen jedoch nach wie vor erhebliche Angebots-Nachfrage-Spannungen bei längerfristigen Kontrakten.
- **Regionale Preisdifferenzen**: Die Preise in Ost- und Südchina lagen um 200–300 RMB/t über denen in Shandong, hauptsächlich aufgrund eingeschränkter Verfügbarkeit importierter Güter und robuster Nachfrage seitens der nachgelagerten Industrie.
**Angebots-Nachfrage-Dynamik**
- **Angebotsseite**:
- **Inländische Anlagenwartung**: Der März stellt die Hochphase für geplante Wartungsarbeiten an kohle- und ölbasierten Ethylenglykol-(EG-)Produktionsanlagen dar; da DG ein Nebenprodukt ist, ist dessen Produktionsvolumen ebenfalls zurückgegangen. Stand 20. März sank die gesamte Branchen-Auslastungsrate auf 66 %, ein Rückgang um 8 Prozentpunkte gegenüber Monatsbeginn.
- **Rückgang der Importe**: Die DG-Importe im Januar–Februar 2026 gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 % zurück. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gestört, was zu einer erwarteten Reduzierung der DG-Einfuhren im Zeitraum März–April um 30–40 % führt.
- **Hafenbestände**: Stand 19. März beliefen sich die Bestände an bedeutenden Ostchinesischen Häfen auf 933.000 t – lediglich ein marginaler Anstieg um 6.600 t gegenüber Monatsbeginn, was den Beginn eines Entlagerungszyklus signalisiert.
- **Nachfrageseite**:
- **Wiederaufnahme der Nachfrage**: Die Auslastungsrate der Polyesterindustrie stieg wieder auf über 85 %; auch die Bereiche ungesättigtes Polyesterharz (UPR) und Beschichtungsstoffe verzeichneten eine allmähliche Wiederaufnahme der Produktion; Ende März war verstärkter Spot-Einkauf zu beobachten.
- **Substitutionsnachfrage**: DG-Butylether (ein wichtiger DG-Derivat) stieg auf 8.300–12.000 RMB/t, was die grundsätzliche DG-Nachfrage verstärkte, da steigende Rohstoffkosten dessen Kosteneffizienz verbessern.
**Kosten- und Politikfaktoren**
- **Rohölpreise**: Der Brent-Rohölpreis durchbrach die Marke von 100 USD/Fass; Naphtha- und Ethylenpreise stiegen entsprechend, wodurch die Produktionskosten für ölbasiertes DG um ca. 500 RMB/t anstiegen.
- **Handelspolitik**: Ab 1. April 2026 wird die Exportsteuerrückerstattung für Ethylenglykol abgeschafft. Obwohl diese Maßnahme direkt auf EG – nicht auf DG – abzielt, hat sie die Stimmung auf dem DG-Exportmarkt gedämpft; einige Hersteller beschleunigten daher ihre Exportaktivitäten im März, was die Liquidität am heimischen Spotmarkt weiter einschränkte.
**Marktanalyse & Interpretation**
1. **Geopolitischer Konflikt treibt kurzfristige Preisdynamik**: Unterbrechungen der Nahost-Versorgung stellen den primären Auslöser für den aktuellen Preisanstieg dar. Verspätete Lieferungen und Produktionsausfälle haben die Erwartungen an Importe stark reduziert, während die Frühjahrs-Wartung inländischer Anlagen die Produktion zusätzlich verringerte – wodurch sich das Marktgleichgewicht von einem Überschuss hin zu einer knappen Balance verschob.
2. **Doppelte Unterstützung durch Kosten und Nachfrage**: Höhere Rohölpreise stärken die Kostenunterstützung, während die Erholung der Polyesterindustrie und die saisonal bedingte Nachfragestärke im Beschichtungssektor die Engpässe auf der Angebotsseite teilweise kompensieren.
3. **Basis-Schwankungen spiegeln Marktdivergenz wider**: Eine stärkere Basis für die nächsten Monate signalisiert eine knappe Spotlage, während eine schwächere Basis für langfristige Kontrakte auf Markterwartungen einer späteren Normalisierung des Angebots hindeutet.
**Ausblick**
1. **Kurzfristig (1–4 Wochen)**: Die Preise werden voraussichtlich weiterhin fest bleiben und sich auf ein Ziel von 5.200–5.500 RMB/t zubewegen. Treibende Faktoren hierfür sind anhaltende geopolitische Risiken, verzögerte Importe sowie eine beschleunigte Entlagerung an den Häfen.
2. **Mittelfristig (1–3 Monate)**: Zu beobachtende Schlüsselfaktoren umfassen:
- **Angebotsrückkehr**: Eine schrittweise Wiederinbetriebnahme der inländischen Wartungsanlagen ab Ende April sowie ein potenzieller Anstieg der Importvolumina könnten erneut Druck auf das Angebot ausüben.
- **Nachhaltigkeit der Nachfrage**: Ob die Auslastungsrate der Polyesterindustrie dauerhaft über 85 % bleibt und ob der UPR-Sektor früher als üblich in seine Saisonpause eintritt.
- **Geopolitische Risiken**: Eine Deeskalation im Nahen Osten – und die damit verbundene Wiederherstellung des Schiffsverkehrs – könnte rasch zu einer Preisberichtigung führen.
3. **Schlüsselrisiken**:
- Eine Eskalation des geopolitischen Konflikts mit einem Brent-Rohölpreis über 110 USD/Fass, was die Produktionskosten weiter erhöhen würde.
- Eine geringere als erwartete Intensität der inländischen Wartungsmaßnahmen, was zu einer schnelleren als prognostizierten Angebotsrückkehr im Verhältnis zum Nachfragewachstum führen könnte.
- Eine Anpassung der EU-Antidumpingzölle auf EG, welche möglicherweise regionale Handelsströme in Asien beeinflussen würde.
Diethylenglykol ist eine farblose, geruchlose, viskose Flüssigkeit mit geringer Flüchtigkeit und einem Siedepunkt von etwa 245 °C. Es ist ein bifunktioneller aliphatischer Alkohol (ein Diol) und gehört zur Klasse der Glykolether; es wird üblicherweise als chemischer Zwischenprodukt und Lösungsmittel eingesetzt. Zu seinen wichtigsten industriellen Anwendungen zählt die Verwendung als Ausgangsstoff für die Synthese von Weichmachern (z. B. für Celluloseester), ungesättigten Polyesterharzen und Morpholin-Derivaten. Es findet breite Anwendung in Beschichtungen, Druckfarben, Klebstoffen sowie als Feuchthaltemittel und Lösungsmittel in hydraulischen Bremsflüssigkeiten und Systemen zur Entwässerung von Erdgas.
Humectant for tobacco, casein, synthetic sponges, paper products, in cork compositions, book-binding adhesives.
Diese Chemikalie ist in Basischemikalien enthalten. Erfahren Sie mehr darüber, was Diethylenglykol ist, sowie über die SDS-Informationen von Diethylenglykol.
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