Schwefelsäure-Marktdynamik: Intelligenz und Analyseprognose (8. April 2026)
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I. Preisentwicklung
1. Nationaler Durchschnittspreis: Zum 2. April 2026 betrug der inländische Durchschnittspreis für Schwefelsäure 1.633 RMB pro Tonne, ein Anstieg um 49,82 % gegenüber dem Monatsanfang im März und um 160,45 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
2. Regionale Notierungen (Stand 3. April):
- Provinz Fujian: 1.800 RMB/Tonne (Zhangzhou Xiangcheng San’an Chemical);
- Provinz Jiangsu: 1.900 RMB/Tonne (Changzhou Qinghong und Changzhou Yangtze);
- Provinz Shandong: 1.850 RMB/Tonne (Heze Jiangyuan) und 1.750 RMB/Tonne (Zouping Tianlu);
- Provinz Zhejiang: 1.950 RMB/Tonne (Marke „Shuangshi“).
3. Preiskennzeichen: Es zeigt sich eine deutliche regionale Differenzierung; vergleichsweise hohe Preise herrschen in Ost- und Südchina, während lokale Versorgungsengpässe in Teilen Nord- und Südwestchinas zu Preisanstiegen geführt haben.
II. Angebots-Nachfrage-Grundlagen
Angebotsseite
1. Kapazitätsauslastungsrate: Die aktuelle Branchenbetriebsrate liegt bei rund 66,6 %. Die knappe Versorgung im April ist auf die traditionelle Wartungssaison (März–April) zurückzuführen, in der Schwefelsäure-Anlagen konzentrierte Generalüberholungen durchführen. Schwefelsäure aus Metallschmelzen – mit einem Anteil von ca. 60 % an der Gesamtproduktion – ist besonders von Schwankungen der Metallverarbeitungsgebühren und geplanten Wartungsmaßnahmen betroffen, was die Liefermenge an Nebenprodukt-Schwefelsäure einschränkt.
2. Lagerbestände: Die Lagerbestände in mehreren Regionen sind auf die Warnschwelle von 4–6 Wochen gesunken; niedrige Lagerbestände in Ost- und Südchina stützen die Preisfestigkeit.
3. Neue Kapazitäten: Geringfügige neue Kapazitäten werden im zweiten Quartal erwartet; der Großteil neuer Projekte soll jedoch erst im zweiten Halbjahr in Betrieb gehen; ab Mai–Juni könnte sich der Versorgungsdruck daher allmählich verringern.
Nachfrageseite
1. Düngemittelbereich:
- Phosphatdüngemittel (die größte nachgelagerte Anwendung von Schwefelsäure mit einem Anteil von ca. 50 % an der Gesamtnachfrage) befinden sich derzeit in der Hochphase der Vorbereitung für die Frühjahrsaussaat. Die Kapazitätsauslastungsrate für Monoammoniumphosphat (MAP) beträgt 54,14 %, die für Diammoniumphosphat (DAP) 47,93 %, was eine solide Grundnachfrage widerspiegelt.
- Die steigende Nachfrage nach Materialien für neue Energiespeicherbatterien (z. B. Lithium-Eisenphosphat) bietet weiterhin lokal begrenzte Unterstützung für den Schwefelsäureverbrauch.
2. Chemische Industrie:
- Titandioxid (TiO?, Anteil ca. 12 % an der Schwefelsäurenachfrage) weist eine Kapazitätsauslastungsrate von 77,09 % auf; Caprolactam liegt bei 77,20 %. Allerdings dämpfen die hohen Schwefelsäurepreise die Beschaffungsbereitschaft einiger Unternehmen, sodass diese ihre Produktionslasten reduzieren.
- Mit Beginn der südchinesischen Regenzeit wird erwartet, dass die Betriebsraten chemischer und metallurgischer Anlagen sinken, was die Erwartung einer nachlassenden Nachfrage verstärkt.
III. Kosten und Rentabilität
1. Rohstoffpreise:
- Schwefel (ca. 70 % der Produktionskosten für schwefelbasierte Schwefelsäure): Der Preis für festen Schwefel am Yangtze-Fluss-Hafen liegt mittlerweile über 4.300 RMB/Tonne; die Prognose für das zweite Quartal liegt zwischen 4.400 und 4.800 RMB/Tonne. Ein weltweiter Schwefeldefizit von 5,13 Mio. Tonnen – das höchste seit drei Jahren – wird durch geopolitische Risiken im Nahen Osten zusätzlich verschärft, wodurch die Seefrachtkosten steigen.
- Pyrit-Erz: Die Preise bleiben hartnäckig hoch und üben damit weiterhin Aufwärtsdruck auf die Produktionskosten für pyritbasierte Schwefelsäure aus.
2. Gewinnspanne bei Schwefelsäureproduktion:
- Schwefelbasierte Schwefelsäure: Theoretischer Verlust von 57 RMB/Tonne (Kosteninversion);
- Schmelzsäure: Gewinnspanne liegt bei ca. 780 RMB/Tonne (unterstützt durch ihren Status als Nebenprodukt);
- Pyritbasierte Schwefelsäure: Gewinnspanne liegt bei ca. 283 RMB/Tonne, doch steigende Inputkosten schmälern zunehmend die Margen.
3. Wertschöpfungskettenübertragung: Nachgelagerte Produkte – darunter Caprolactam – verzeichnen weitgehend negative Bruttomargen, was auf verstärkten Kostentransferdruck hinweist, der sich bis hin zu den Endverbrauchern fortsetzt.
IV. Politische und makroökonomische Faktoren
1. Versorgungssicherung und Preisstabilität: Die Frühjahrsaussaat-Versorgungssicherheitspolitik der NDRC zielt darauf ab, übermäßige Preisspitzen einzudämmen; ihre Wirksamkeit bleibt jedoch durch anhaltend hohe Rohstoffkosten eingeschränkt.
2. Umweltregulierung und Produktionsbeschränkungen: Emissionskontrollen und Produktionskürzungen für kleine und mittlere Anlagen begünstigen konformitätsorientierte Großproduzenten und tragen zur regionalen Optimierung der Angebotsstruktur bei.
3. Exportkontrollen: Die Exportquoten bleiben eng, wobei der Fokus auf die Erfüllung der heimischen Nachfrage liegt und externe versorgungsseitige Schocks minimiert werden sollen.
V. Marktausblick und Prognose
Kurzfristig (April)
1. Preisentwicklung: Fortgesetzter starker Aufwärtstrend; der Durchschnittspreis könnte 1.700 RMB/Tonne überschreiten.
- Unterstützende Faktoren: Lieferengpässe infolge von Wartungsmaßnahmen, robuste Nachfrage im Rahmen der Frühjahrsaussaatvorbereitung sowie hohe Rohstoffkosten für Schwefel;
- Risikofaktoren: Hohe Preise dämpfen die Beschaffungsbereitschaft der chemischen Industrie; mögliche Interventionen im Rahmen von Preisstabilisierungsmaßnahmen.
2. Regionale Differenzierung: Ost- und Südchina führen den Preisanstieg an; Nord- und Südwestchina folgen aufgrund lokaler Versorgungsengpässe, während in einzelnen Gebieten Nordwestchinas lediglich geringfügige Anpassungen erfolgen könnten.
Mittelfristig (Mai–Juni)
1. Preisentwicklung: Allmähliche Korrektur und Konsolidierung; der Durchschnittspreis könnte auf 1.400–1.500 RMB/Tonne zurückgehen.
- Unterstützende Faktoren: Wiederaufnahme des Betriebs nach Abschluss der Wartungsmaßnahmen und schrittweise Inbetriebnahme neuer Kapazitäten;
- Hemmende Faktoren: Rückläufige Nachfrage nach Phosphatdüngemitteln nach Abschluss der Frühjahrsaussaat sowie niedrigere Betriebsraten im chemischen Sektor im Zusammenhang mit der Regenzeit.
2. Angebots-Nachfrage-Gleichgewicht: Die Versorgungslage entspannt sich allmählich, doch halten die anhaltend hohen Schwefelpreise (Prognose > 4.600 RMB/Tonne) eine feste Preisuntergrenze aufrecht und begrenzen das Abwärtspotenzial.
Längerfristig (Gesamt-Q2)
1. Preisspanne: Für Schmelzsäure wird ein Handelsbereich von 1.200–1.600 RMB/Tonne prognostiziert, gekennzeichnet durch ein Muster „stark-dann-schwach, Konsolidierung im oberen Bereich“.
2. Schlüsselfaktoren:
- Kostenseite: Strukturelle Starre bei den Schwefelpreisen (geopolitische Risiken, Angebotsdefizite);
- Angebotsseite: Alternierender Einfluss von Wartungszyklen und schrittweiser Inbetriebnahme neuer Kapazitäten;
- Nachfrageseite: Spannung zwischen stabiler Düngemittel-Nachfrage und saisonal schwächerer Nachfrage in der chemischen Industrie;
- Politikseite: Ausgewogene Balance zwischen Maßnahmen zur Versorgungssicherheit/Preisstabilität und umweltbedingten Produktionsbeschränkungen.
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